Framing

Flucht ist keine Flut. 

Dieses Projekt entstand unter dem Titel "Ich seh- ich seh was du nicht siehst -Eine Reflektion zum medialen Flüchtling" im Rahmen des Diplomprojekts an der Graphischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt.  

Das interaktive Ausstellungsobjekt besteht aus einem in Wien aufgenommenen Panorama und nachgestellten Covers verschiedener österreichischer Printmedien, deren visueller Inhalt ausgeschnitten wird. Die Besucher*innen können so durch einfaches bewegen der Titelblätter eigene Artikel, Inhalte und Bedeutungen festlegen. 

Gemeinsam mit Frau Lisa Wäger erarbeiteten wir das Projekt, wobei meine Zuständigskeitsbereiche die Konzeption, Fotografie, 3D Modeling/Animation sowie das Layouting der Titelblätter umfasst haben.

In der Installation wird der textuelle Frame der Schlagzeile durch einen weiteren visuellen Frame unterstützt, es geht also um das Zusammenspiel eines textuellen Frames mit einem visuellen. 

Je nach dem, was der visuelle Frame beinhaltet, wird die kausale Interpretation und die moralische Bewertung des Dargestellten bestimmt.

Um das Phänomen Framing im Ausstellungskontext zu visualisieren, entstand das Konzept, Titelblätter einiger österreichischer Printmedien zu imitieren und mit einer interaktiven Installation zu verbinden. Die Idee ist, bewegbare Titelblätter mit Löchern, die den Bildausschnitt, also einen Frame kennzeichnen, von Ausstellungsbesucher*innen steuern zu lassen. 

Das Dekonstrukt stellt die Willkürlichkeit der Informationsaufbereitung dar und welche Auswirkungen dies auf Wahrnehmungen von Rezipient*innen haben kann.